Der Weg
Meine Story
Kein gerader Weg. Aber ein ehrlicher.
Ruhpolding, Bayern
Eishockey, Tennis, Skifahren, Bergsteigen — Sport war immer da, und ich wollte überall zu den Besten gehören. Mit 13 kam der Kraftsport dazu: vier- bis sechsmal Training pro Woche, sieben Jahre lang. Disziplin habe ich nicht gelernt, ich bin damit aufgewachsen.
Der Wechsel
Ich wollte eine neue Herausforderung — und fand sie im Ausdauersport. 2019 begann ich zu laufen, ab 2021 trainierte ich gezielt auf meinen ersten Triathlon. Aus Neugier wurde schnell etwas Größeres.
Erster Ironman — nach einem Jahr Training
Ironman Hamburg, meine erste Langdistanz: 3. Platz in der Altersklasse 18–24 in 9:17 h — nur knapp an der Qualifikation für die WM auf Hawaii vorbei. Da wusste ich, wohin die Reise gehen kann.
Gesamtpodium & der Hawaii-Slot
Ironman Italien: 8:34 h — 3. Platz gesamt (Age Group Overall) von rund 1.800 männlichen Startern, dazu der Sieg in meiner Altersklasse und damit der Startplatz für die WM auf Hawaii.
Den Slot habe ich nicht angenommen. Nicht, weil die Beine gefehlt hätten — sondern das Geld. Am Sport lag es nie.
Das Sub-8-Projekt — und die Grenze
Seit 2024 trainiere ich auf einen Ironman unter 8 Stunden — als einer der jüngsten weltweit, und das unter Umständen, die das eigentlich nicht hergeben: ohne Sponsoren, ohne Schwimm-Background, selbst gecoacht ohne Trainer und ohne ein echtes Triathlon-Umfeld. Auch alles rund um den Sport mache ich selbst — meine Räder repariere ich in der eigenen Garage, nicht in der Werkstatt. Parallel dazu der Aufbau meiner Selbstständigkeit und alles, was das Leben sonst verlangt. Der Versuch, alles gleichzeitig zu schaffen, hatte seinen Preis: Ich habe mich nah an den Burnout trainiert, war die letzten zwei Jahre ziemlich ausgebrannt und musste viele Rennen auslassen. Von der Fitness her war ich der Sub-8 extrem nah — nur die Möglichkeit, es im Rennen zu zeigen, hatte ich noch nie.
Pause aus Vernunft — nicht aus Mangel an Ehrgeiz
Die Profi-Lizenz für 2026 war gelöst. Ich habe sie nicht genutzt — bewusst. Gerade baue ich das Fundament: meine Gesundheit, mein Coaching, meine Selbstständigkeit. Denn Leistungssport auf diesem Niveau geht nur, wenn der Rest trägt. Gesundheit vor Ego — das ist keine Floskel, das habe ich bezahlt gelernt.